Ein altes Dorf bleibt dennoch jung

900 Jahre Eulgem - 100 Jahre St. Anna-Kapelle - Kleine Eifelgemeinde feierte am Wochenende mit Freunden ein großes Fest

Eine ganz besondere Festtagsstimmung herrschte am Wochenende in Eulgem. Nahezu alle Bewohner waren auf den Beinen, um zum Gelingen der 900-Jahrfeier ihres Wohnortes beizutragen. Eine Gemeinschaftsleistung, die für das kleinste Dorf in der Verbandsgemeinde Kaisersesch typisch ist.
Von Brigitte Meier
EULGEM.
 Mit einem kräftigen Regenschauer wurden die Festgäste in Eulgem begrüßt. Doch unverdrossen harrten sie unter Schirmen, Vordächern oder unter in letzter Minute aufgestellten Zelten aus. Alle waren sicher: Wenn Eulgem zusammen mit der Kirmes seinen 900. Geburtstag und 100 Jahre St. Anna-Kirche feiert, muss einfach die Sonne scheinen. Der gelang es schließlich auch, die Regenwolken zu vertreiben, so dass die Vereine mit Musik zum Umzug durch das Dorf starten konnten. Ortsbürgermeisterin Rita Bleser musste nicht zu Fuß gehen, sie wurde in einer Kutsche durchs feiernde Volk gefahren.
Werner Schumacher sei es zu verdanken, dass Eulgem so groß feiern könne, stellte Rita Bleser fest. Der Chronist aus Kaisersesch hatte nämlich entdeckt, dass die Eifelgemeinde im Jahre 1100 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Ein Grund für den fünfköpfigen Gemeinderat, eine Feier zu beschließen, an die sich die Eulgemer selbst und viele hundert Gäste gerne erinnern werden.
Mit der Gemeindeschelle ("De Jemaan") verschaffte sich die Ortsbürgermeisterin wie vor hundert Jahren Gehör für ihre Begrüßungsansprache. Sie begrüßte MdB Peter Bleser, Landrat Eckhard Huwer, Kreisbeigeordneten Manfred Müller, den Beigeordneten der Verbandsgemeinde Kaisersesch, Hans-Josef Schaden und viele Ortsbürgermeister. Sie bedankte sich bei ihrem Vorgänger, Alois Weiler, der 20 Jahre lang Ortschef und guter Geist von Eulgem war: "Er hatte für jeden Zeit und half, wo er konnte."
Arnold Esper, Eulgems erster Ortsbürgermeister nach dem Krieg, sprach ein Grußwort, das von Herzen kam und seine tiefe Verbundenheit zu seinem Heimatort deutlich machte. Voraussetzung, dass ein Ort sich weiter entwickelt, sei, dass sich die Bewohner wohl fühlen, meinte Hans-Josef Schaden.
Das ist in Eulgem ganz offensichtlich der Fall, denn von 188 Einwohnern - die Zahl hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht - sind derzeit 53 Kinder bis zu 15 Jahren. "Der jüngste Eulgemer Bürger ist drei Tage alt", teilte die Ortsbürgermeisterin mit. Die Entwicklung mache deutlich, dass Eulgem trotz des hohen Alters von 900 Jahren eine junges Dorf sei.
In Eulgem gelingt übrigens das, was in vielen Gemeinden eher Probleme bereitet, nämlich die Integration von Aussiedlern. Diese Familien fühlen sich voll und ganz als Eulgemer, was sich insbesondere bei der Vorbereitung und Ausrichtung der 900-Jahrfeier bemerkbar gemacht habe, berichtete Rita Bleser. Ohne den Nachwuchs der zugewanderten Familien hätte auch der Kinderchor nicht gebildet werden können, der die Festgäste am Samstag mit seinen Liedern erfreute. Landrat Eckhard Huwer hob die stets behauptete Selbstständigkeit der kleinen Orte hervor: "Es gibt keine Notwendigkeit, kleine Gemeinden aufzulösen."
Die Erfahrung zeige, dass gerade kleine Dörfer in der Lage seien, Aufgaben vernünftig zu lösen. Das 900 Jahre alte Eulgem könne gelassen in das beginnende neue Jahrhundert schauen.
RZ vom 31. Juli 2000 




Goldene Hochzeit in Eulgem

1949 haben sich Katharina Dreis und Karl Heinz Veit in Winningen kennen gelernt. Ein Jahr später gaben sie sich das Jawort, jetzt feiern sie in Eulgem am 8. Juli ihre Goldene Hochzeit. Das Ehepaar Veit hat drei Söhne und eine Tochter sowie ein Enkelkind. Die Familie ist das Hobby der 75-Jährigen und ihres um ein Jahr jüngeren Mannes. Außerdem macht Katharina Veit, die aus Eulgem stammt, gerne Kreuzworträtsel und geht regelmäßig zum Seniorenkaffee. Der in Leipzig geborene gelernte Zimmermann Karl Heinz Veit hilft seiner Frau und den Kindern im Haus. Korz
RZ vom 8. Juli 2000 




Jeder soll sich hier zu Hause fühlen

Der kleinste Ort der VG Kaisersesch feiert am kommenden Wochenende Jubiläum: 900 Jahre Eulgem und Kirmes

Eulgem ist zwar das kleinste Dorf in der Verbandsgemeinde Kaisersesch, aber sicher auch eines der "feinsten". Einerseits gilt hier noch der Zusammenhalt der einheimischen Bewohner, andererseits hat die eingeschworene Dorfgemeinschaft viele Neubürger freundlich in ihren Reihen aufgenommen. Alle zusammen feiern sie am kommenden Wochenende den 900. Geburtstag ihres Dorfes.
EULGEM. Der Besuch des Eulgemer Kirmesmontags ist seit jeher ein Muss für viele Bürger der umliegenden Dörfer. Warum das so ist, darüber hat Dorfchronist Werner Schumacher aus Kaisersesch nachgedacht. Er schreibt: Die Tradition ist möglicherweise auf einen alten Wallfahrtsbrauch zurückzuführen, denn bereits im Jahr 1754 wird berichtet, dass es die Menschen der umliegenden Orte am Namensfest der heiligen Anna zu deren Kapelle nach Eulgem zog."
Im Jahr 2000 gibt es einen weiteren, guten Grund, Eulgem zu besuchen, denn gleichzeitig mit der Kirmes feiert das Eifeldorf seine erste urkundliche Erwähnung vor 900 Jahren und 100 Jahre St. Anna-Kirche.
Aus der Eintragung des Ortsnamens Hylichenheim um 1100 im Urbar des Kollegialstiftes zu Karden entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte über Holichenheim (1278), Ulchenheym (1427), Ulchem (1592) und Eultgem (1789) die heutige Bezeichnung Eulgem.
"Unter'm Krummstab", das heißt unter der Herrschaft der Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier, fristete auch Eulgem zwischen 1294 und 1794 ein mehr oder weniger geknechtetes Dasein. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts gehörte Eulgem zum kurfürstlichen Amt Kaisersesch im Oberamt Cochem und ab dann bis zum Einmarsch der Truppen Napoleons zum Oberamt Mayen.
Wie in anderen Orten der Eifel begrüßten auch die Bewohner von Eulgem zunächst die Ideen der Französischen Revolution, "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit". Später litten sie unter einer großen Steuerlast, damit Napoleon seine zahlreichen Feldzüge finanzieren konnte. Bis heute hat die Herrschaft der Franzosen in der gesamten Region ihre Spuren hinterlassen.
"Als Fortsetzung der französischen Mairie wurden 1816 Landbürgermeistereien gebildet, denen hauptamtliche Bürgermeister vorstanden", schreibt Schumacher in der Eulgemer Chronik. Das ab 26. Juni 1846 geführte Protokollbuch mit den Namen der Ratsmitglieder der Gemeinde Eulgem ist noch erhalten. Daraus geht hervor, dass der erste Gemeindevorsteher Johann Kalsch war.
Die modernen Eulgemer Wähler haben einer Frau die Geschicke ihres Wohnortes und die Leitung des fünfköpfigen Gemeinderates anvertraut. Rita Bleser ist bislang die einzige Bürgermeisterin in der Verbandsgemeinde Kaisersesch und eine von insgesamt drei im Kreis Cochem-Zell. Sie sieht eine ihrer Hauptaufgaben darin, die "eingeborenen und zugezogenen Eulgemer" unter einen Hut zu bringen. "Alle sollen sich hier zu Hause fühlen und - wie das bei uns schon immer war - miteinander und füreinander da sein." Auch die 900-Jahr-Feier und die Vorbereitungen sollen mit dazu beitragen, den Gemeinschaftssinn im Dorf zu stärken.
Gemeinsam und in Eigenleistung etwas auf die Beine zu stellen ist für die Eulgemer selbstverständlich. Rita Bleser: "In der Gemeindekasse war nie viel Geld." Daher mussten die Dorfbewohner selbst zupacken und waren auch erfolgreich. Das Gemeindehaus zum Beispiel konnte nur gebaut werden, weil die Freiwillige Feuerwehr einen großen Teil der Arbeiten übernahm. Die Mitglieder des einzigen Vereins im Dorf erledigen auch die anfallenden Gemeindearbeiten.
Die finanzielle Lage von Eulgem hat sich wesentlich verbessert, seit die Gemeinde Flächen für einen großen Betrieb im nahen Kaisersescher Industriegebiet zur Verfügung stellte. Doch die Ortsbürgermeisterin berichtet, dass sie sehr wachsam sein müsse, damit das kleine Dorf mit seinen 180 Einwohnern nicht "vollends geschluckt" werde.
RZ vom 25. Juli 2000 




Kleine Gemeinde feiert groß

Das Festprogramm der Eulgemer Kirmes ist vom Feinsten

EULGEM. Das ganze Dorf wird auf den Beinen sein, um die 900-Jahrfeier von Eulgem zu gestalten. Dörfliche Traditionen und Kulturevents mit namhaften Künstlern, Blasmusik und Kirchenchor, Kunsthandwerk und Landwirtschaft, das ist die Mischung, mit der die Eulgemer ihre Gäste und sich selbst erfreuen möchten:
Den Auftakt machen die Vereine am Samstag, 29. Juli, um 19 Uhr mit einem Festumzug. Anschließend werden die Festansprachen gehalten und die "Theaterfusion Düsseldorf" spielt eine "Dramödie" aus der Dorfchronik. Ab 21 Uhr bittet die Band "Okey" zum Tanz auf dem Dorfplatz. "Session" gibt ein Rockkonzert im Hof der Galerei Noack. Um 23 Uhr erstrahlt ein großes Feuerwerk.
Die Sonntagsmesse wird um 10 Uhr auf dem Dorfplatz zelebriert und vom Kirchenchor Hambuch gestaltet. Zum Frühschoppen spielt das Bläsercorps des Eifelvereins Düngenheim. Ab 11 Uhr können die Gäste über einen Bauernmarkt mit heimischem Handwerk, Korblechter- und Dachdeckerkunst bummeln. Zu sehen ist eine landwirtschaftliche Maschinenschau mit Vorführungen wie Anno Dazumal, und man kann erfahren, wie eine Bauersfrau vor 100 Jahren gelebt hat. An Verkaufsständen gibt es Imkererzeugnisse, Holzspielzeug, Töpferei, Bastelartikel und Wein. Auch die Eulgemer Chronik kann hier erstanden werden.
Die Kinder werden begeistert sein vom alten Karussell, einem Streichelzoo, von Kutschfahren, Ponyreiten und vielen Spielen. Ab 13.30 bietet das Fest Musik wie russische Folklore, Kinderchor Eulgem, offenes Singen aller Volkslieder zur Gitarre und Jagdhornbläser. In der Galerie Noack ist ab 11 Uhr Kunst zu sehen, und um 16 Uhr liest Katharina Wolter aus ihren Büchern. Zum Tanz am Kirmesmontag trifft man sich um 20 Uhr auf dem Dorfplatz.
RZ vom 25. Juli 2000 




Politisches Leben penibel protokolliert

Alte Aufzeichnungen erzählen Geschichten aus Eulgem - 100 Jahre "passten" in ein Buch

In einem einzigen, ungefähr drei Zentimeter dicken Buch ist die Eulgemer Gemeindepolitik von rund 100 Jahren protokolliert. Lachend weist Ortsbürgermeisterin Rita Bleser auf ein mit Aktenordnern und Papieren überquellendes Regal in ihrem Wohnzimmer: "Und das sind die Unterlagen meiner Amtszeit von nicht ganz einem Jahr."
Auszüge aus dem alten Protokollbuch erzählen zum Beispiel, dass sich Eulgem einer Zusammenlegung mit dem benachbarten Zettingen bei der kommunalen Gebietsreform erfolgreich widersetzte. Eulgem war so selbstbewusst, dass es im Dezember 1947 gar noch den Anschluss an das Kreiswasserwerk ablehnte, um allerdings drei Monate später doch die Zustimmung zu geben.
100 Jahre früher wurde noch ein Feld- und Waldhüter mit einem Gehalt von 16 Talern eingestellt, doch 1902 beschloss der Gemeinderat, dass an Stelle eines bezahlten Feld- und Waldhüters die Mitglieder des Gemeinderates als "Ehren-Feldhüter" fungieren sollten. Auch auf die Dienste eines Nachtwächters verzichtete die Gemeinde im Jahr 1897 "In Erwägnis, dass der bisherige Nachtwächter seinen Dienst gekündigt und eine andere geeignete Persönlichkeit für diesen Dienst im Ort nicht zu finden, die Häuser der Mehrzahl nach gut gebaut ist und nur mehr einige Strohdächer auf isoliert gelegenen Häuschen vorhanden sind."
1907 bewilligte der Gemeinderat "den Mädchen ein Haushaltsbüchelchen und den Knaben ein Obstbäumchen" zur Erstkommunion. Keinen Spaß verstand der Rat als 1913 der Gemeindevorsteher seine Wahl "ohne hinreichenden Grund" ablehnte und verdonnerte ihn für die kommenden drei Jahre zu höheren Steuern.
Die ersten zwei elektrischen Straßenlampen bekam Eulgem 1919, und die erste Trinkwasserleitung wurde 1928 gebaut. Von der Einführung einer Gemeinde-Hundesteuer wollten die Verantwortlichen 1921 nichts wissen: "Die Hunde werden hier wohl nicht zum Vergnügen und aus Übermut gehalten, sondern zum Schutze des Eigentums in der heutigen unsicheren Zeit." Eine wichtige Funktion der Zeitansage hatte vor 80 Jahren noch das regelmäßige Läuten der Kirchenglocken, wonach sich die Bauern auf dem Feld richteten. In Eulgem wurden die Jungverheirateten verpflichtet, diese Aufgabe ein Jahr lang zu übernehmen. "Ausdrücklich und einstimmig" befanden die Dorfpolitiker, "dass dieser Ortsgebrauch unbedingt beizubehalten ist und derjenige Ehemann, der sich demselbigen entzieht, gestraft werden soll."
Eine bemerkenswerte Besonderheit wies der Eulgemer Gemeindeetats von 1877 bis 1950 auf: Obwohl das Geld stets sehr knapp bemessen war, wurde immer ein Kassenüberschuss erwirtschaftet.
RZ vom 25. Juli 2000 




REPORT EULGEM

Eulgem wird 900 Jahre alt

Mit der Bezeichnung "Hylichenheim" wurde Eulgem vor 900 Jahren im Urbar des Kollegialstiftes zu Karden erstmals urkundlich erwähnt. Dieses Jubiläum und die Erbauung der neuen St. Anna-Kirche im Jahr 1900 feiert das Eifeldorf am kommenden Wochenende mit einem hervorragenden Festprogramm. Das vollständig erhaltene Protokollbuch der Gemeinde erzählt viele Geschichten aus dem Dorfleben und dokumentiert, dass der kleinste Ort der Verbandsgemeinde Kaisersesch zwar stets arm, aber dennoch sehr selbstbewusst war. Heute hat sich die finanzielle Lage erheblich verbessert, weil die Gemeinde Flächen für einen Großbetrieb auswies.
Text: Brigitte Meier 
RZ vom 25. Juli 2000 




Seit 100 Jahren gehört St. Anna dazu

In Eigeninitiative Gotteshaus renoviert

Im Visitationsprotokoll von 1657 der Pfarrgemeinde Hambuch, zu der Eulgem immer gehörte, wird die "soeben neu erbaute Annakapelle zu Eulgem" erwähnt. Diese hat nach den Recherchen von Werner Schumacher wahrscheinlich an der Stelle gestanden, wo sich heute das Heiligenhäuschen an der Straßenabzweigung nach Hambuch befindet.
Eine neue Kapelle, die heutige St. Anna-Kirche in Eulgem, wurde im Jahr 1900 nach den Plänen des Architekten Ludwig von Fisenne erbaut. "Die Ziegel für diesen Neubau sollen die Eulgemer selbst im Ort gebrannt haben", berichtet die Chronik. Ausgestattet wurde die Kirche mit Holzfiguren aus dem 17. Jahrhundert, die die heilige Anna und die junge Maria darstellen.
Die Eulgemer renovierten ihre Kirche mit großer Eigeninitiative zwischen 1974 und 1978 . Zur Kirmes 1978 wurde die neue St. Josefs-Glocke geweiht. Außerdem befinden sich eine Marien- und eine Anna-Glocke in der Eulgemer Kirche.
Das 1920 an Stelle der ursprünglichen Anna-Kapelle gebaute Heiligenhäuschen zu Ehren der Schmerzhaften Muttergottes wurde 1983 von der freiwilligen Feuerwehr renoviert und seither liebevoll von den Bewohnern gepflegt.
In dem Heiligenhäuschen befindet sich ein Missionskreuz von 1760 und ein aus der früheren Kapelle stammender Weihwasserkessel. Ein weiteres kirchliches Kleinod aus dem Jahr 1723 an der Straße zwischen Eulgem und Hambuch wurde 1988 ebenfalls von den Bürgern restauriert.
RZ vom 25. Juli 2000 




So lebten vor hundert Jahren die Bauernfamilien in Eulgem

Das Eifeldörfchen war fast zu klein für den Besucheransturm zur 900-Jahr-Feier von Eulgem (die RZ berichtete). Beim Rundgang über den Bauernmarkt, der im ganzen Ort seine Schätze ausbreitete, gab es auch sehr viel Interessantes und Amüsantes zu sehen. Besonders die Kinder bestaunten zum Beispiel einen imposanten, nachgebauten Ochsen, der in früheren Jahren als Arbeitstier zum bäuerlichen Alltag gehörte. Viele ältere Hausfrauen erinnerten sich beim Anblick der nostalgischen Küche noch an die Arbeit ohne moderne Haushaltsgeräte. Diese Frauen demonstrierten, dass die "gute Butter" nicht im Supermarkt gekauft, sondern aus Rahm und in mühsamer Handarbeit selbst hergestellt wurde - und entsprechend schmeckte. (bm) Brigitte Meier
RZ vom 1. August 2000