Bald mehr Platz zum Spielen

Kaisersesch: Der Kindergarten wird auf sechs Gruppen erweitert

KAISERSESCH.Demnächst bietet der katholische Kindergarten Kaisersesch 150 Kindern Platz. Dieser wird im Dach- und Kellergeschoß umgebaut, damit eine sechste Gruppe Platz findet.
Zurzeit werden 15 Kinder in einer provisorischen Gruppe betreut. Diese Tatsache und die weiter steigenden Kinderzahlen machten die Erweiterung notwendig. Derzeit besuchen Kinder aus Eulgem, Hambuch und Kaisersesch die Einrichtung, für die kürzlich zur besseren Organisation durch die Gemeinden ein Kindergartenzweckverband gegründet wurde.
Eine Ausgliederung der Kinder aus Hambuch und Eulgem war nicht möglich, auch ein Neubau von zwei weiteren Gruppen am Standort Kaisersesch wurde als zu kostenintensiv beurteilt. Ewald Mattes, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kaisersesch, brachte nach mehreren Gesprächen mit der Kirchengemeinde, dem Generalvikariat Trier, der Kreisverwaltung Cochem-Zell, der Kindergartenleitung und den Ortsbürgermeistern die kostengünstigere Lösung - Ausbau von Dach- und Kellergeschoß - auf den Weg.
Mit den Arbeiten wurde bereits begonnen. Der neue Gruppenraum soll rechtzeitig zur Aufnahme weiterer Kinder fertig sein. Im Frühjahr beginnen die Arbeiten für einen Turnraum entstehen. Für die Arbeiten hat der Landkreis einen Zuschuß in Höhe von rund 92 000 Mark bewilligt.
Rheinzeitung Ausgabe Cochem-Zell 5.2.1998 




Wo sich "kleine Bäumchen" entfalten können

Kindertagesstätte wurde in Kaisersesch eingeweiht - Nach Umbau erhöht sich das Angebot auf insgesamt 150 Plätze

Zweifachen Grund zum Feiern hatten Eltern, Erzieherinnen und Kinder des Kindergartens Kaisersesch. Einer davon war die Umwandlung in eine Kindertagesstätte, die maximal 25 Kindern eine ganztägige Betreuung bietet.
KAISERSESCH. Der zweite Grund: Binnen eines halben Jahres ging der Umbau des Kindergartens vonstatten, in dem nunmehr sechs Gruppen Platz haben. Eingerichtet wurden ein Ruheraum, eine kleine Küche sowie ein neuer Turn- und Mehrzweckraum. Die Kosten belaufen sich auf 314 000 Mark, wovon das Land 125 000 Mark und der Kreis 107 000 Mark übernehmen.
"Wir sind dankbar, froh und von gewissem Stolz, trotz schwieriger Bedingungen dieses Projekt realisiert zu haben", äußerte sich Pfarrer Jürgen Kunz. In einer Zeit, da die Lebensbedingungen für Kinder in der Gesellschaft nicht immer kindgemäß seien, ja Kinder sogar als Stör- oder Armutsfaktor bezeichnet würden, seien die Träger und Fachkräfte der Kindergärten vor neuen Anforderungen gestellt. Diesen Anforderungen wolle man gerecht werden. Kunz: "Investitionen in die Weiterentwicklung der Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft lohnen sich." Er dankte auch dem Elternausschuß und verschiedenen Sponsoren.
Kreisbeigeordneter Friedrich Streit zeigte sich erfreut darüber, daß sich die Kirche für die Kaisersescher Kindertagesstätte engagiere, "trotz aller Sparmaßnahmen, die auch den Kreis treffen". Von seiten des Kreises sagte Streit eine weitere Zuwendung für das Mittagessen der Kita zu. Des weiteren würden weitere Angebote der Über-Mittag-Betreuung in anderen Kindergärten folgen, so Streit.
Für die "harmonische, kindgerechte Planung" dankte Bürgermeister Ewald Mattes dem Architekten Werner Okfen. Mit der Kita stünde nun der optimalen Betreuung der Kinder nichts mehr im Wege.
Dankesworte erhielt Pfarrer Kunz auch von der neuen Kita-Leiterin Monika Hartmann. In Anlehnung an einen Liedtext von Reinhard Mey hoffe sie, daß ein Klima geschaffen werde, "in dem sich kleine Bäumchen entwickeln und stark werden" können. Den Grußworten schlossen sich Vertreter der im Kindergartenzweckverband vereinten Gemeinden Kaisersesch, Hambuch und Eulgem sowie der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Wolfgang Palm, an.
Nach dem Festakt ging die Feier erst richtig los: Kinder und Erzieherinnen hatten Gesang und Spiel vorbereitet, mit denen sie ihre Gäste einen ganzen Nachmittag bestens unterhielten. (tbc)
Rheinzeitung Ausgabe Cochem-Zell 23.09.1998