Eulgem hat jetzt einen eigenen Friedhof


Letzte Ruhestätte wurde unter großer Beteiligung eingeweiht - Gesamtkosten

lagen bei 195 000 Euro



EULGEM. Bisher wurden die Toten aus Eulgem in Hambuch bestattet. Nun hat der Eifelort einen eigenen Friedhof. Mit der Einweihung unter großer Beteiligung der Bevölkerung wurde eigens gewartet, bis er grün war.

Unter großer Beteiligung von geladenen Gästen und der Bevölkerung wurde der Friedhof seiner Bestimmung übergeben. "Näher bei Gott zu dir", sang der Kirchenchor Hambuch. Ortsbürgermeisterin Rita Bleser sprach vielen Eulgemern aus dem Herzen: "Wer in Eulgem sein Leben verbracht hat und sich hier wohl gefühlt hat, möchte auch hier seine letzte Ruhe finden."

Sie warf einen Blick zurück auf die Entstehungsgeschichte des Friedhofes und dankte den Planern, den beteiligten Behörden und allen Geldgebern. 1999 beschloss der Gemeinderat einstimmig, einen eigenen Friedhof anzulegen. In einer Einwohnerversammlung hatten sich auch die Eulgemer dafür ausgesprochen.

Das Planungsbüro Breitbach aus Düngenheim wurde beauftragt. Nach Genehmigungsverfahren und Bodengutachten konnte es im Frühjahr 2004 losgehen.

Die Gesamtkosten betrugen 195 000 Euro, vom Land kam ein Zuschuss von 61 000 Euro und auch Spenden flossen reichlich. So haben sich etwa die Jagdpächter und jagdgenossenschaft an der Finanzierung des Ehrenmals beteiligt. Die Bauphase war relativ kurz.

Pastor Hans Drescher gestaltete für die Katholiken die Einweihung, Pfarrer Maik Sommer für die evangelischen Christen die Feier mit und für die Pfingstgemeinde Ulmen der stellvertretende Pastor Otto Krutsch. Eulgemer Angehörige der Pfingstgemeinde sangen zu Gitarren- und Akkordeonbegleitung.

Trotz Abschied, Schmerz und Trauer seien Friedhöfe sehr lebendig, so Bürgermeister Ewald Mattes. Blumen, Kränze und Kerzen würden eine Atmosphäre des Innehaltens und Gedenkens schaffen und helfen, die Erinnerung an die Verstorbenen lebendig zu halten. Für Angehörige sei wichtig, ihre Lieben in einem harmonischen und friedlichen Umfeld zu wissen. Drescher und Sommer segneten den Friedhof ein und die Feuerwehr legte am Ehrenmal einen Kranz nieder.


Ursula Augustin


Quelle: Rhein-Zeitung vom 26.09.2005